Bakterienbrand der Kirsche
Entwarnung- kein Feuerbrand

Diesjährig sind verbreitet Schäden an Obstbäumen zu beobachten. Vor allem Kirschbäume sind betroffen.
Die Schädigung zeigt sich an der Rinde als Aufrisse, welche in der Regel stark harzen.
An schwächeren Trieben ist eine Verbräunung und Verdorren der Blätter und ein Absterben der Triebe zu beobachten.
An den Blättern, vor allem jenen im Aussenbereich der Krone sind in Verbindung mit dem oben genannten Schadbild oft Löcher in der Blattfläche vorzufinden.
Diese entstehen indem flächig Blattgewebe verbraeunt und dann abstirbt.
Das abgestorbene Gewebe wird von einem gelblichen Ring bzw. "Hof" umgeben, welcher ein Unterscheidungsmerkmal zur sogenannten "Schrottschuss- Krankheit" ist (diese mit braunen bzw. rötlichen Rändern).
Die vorgenannten Schadbilder werden vom Bakterium Pseudomonas syringae pv. morsprunorum hervorgerufen und sind als "Bakterienbrand der Kirsche" bekannt.
Bakterien der Gattung Pseudomonas treten als Krankheitserreger an vielen Pflanzen auf, so z. B. an Rosskastanien, Ahorn und Flieder, aber auch an Getreidearten, Erbsen und Rüben. Dabei ist die Art Pseudomonas syringae in einzelnen Staemmen, sogenannten "Pathovaren" spezifisch an die einzelnen Wirtspflanzen angepasst.